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    Wenn aus Lämmern Löwen werden – Epischer Trailer zu “Robin Hood” von Ridley Scott

    Ausblicke, Trailer | 13. März 2010 von Lory Roebuck

    Szenenbild aus "Robin Hood"

    “Rise and rise again until lambs become lions.”

    Das Gegengift zum “Eclipse”-Trailer liefert uns im Gleichschritt Universal Pictures mit einer epischen Vorschau zu Ridley Scotts Neuauflage von “Robin Hood”. Die Dimensionen dieses Films sehen gewaltiger aus, als bisher angenommen – ein scheinbar stimmiger Mix aus “Gladiator” und “Braveheart”:

    Mir gefiel zwar Scotts ursprüngliche Idee – Hauptdarsteller Russell Crowe nicht als König der Diebe, sondern als Sheriff von Nottingham – für seine originelle Herangehensweise besser, doch auch die klassisch erzählte Variante der “Robin Hood”-Geschichte macht nach dieser eindrücklichen Vorschau Lust auf mehr.

    Neben Crowe (der vor zehn Jahren für seine Rolle in Ridley Scotts “Gladiator” mit einem Oscar ausgezeichnet wurde) sind in “Robin Hood” auch Cate Blanchett, Mark Strong, Matthew Macfayden, William Hurt und Max von Sydow in weiteren Rollen zu sehen. Universal Pictures bringt den Film am 13. Mai in die Deutschschweizer Kinos.


    Videoreview: “The Men Who Stare At Goats”

    Neu im Kino, Rezensionen | 12. März 2010 von Lory Roebuck

    George Clooney als Lyn Cassidy in "The Men Who Stare At Goats"

    Andi hat in seiner Rezension zu “The Men Who Stare At Goats” eigentlich bereits alle wesentlichen Aspekte des Films angesprochen. Ich gehe auch mit seinen Kritikpunkten weitgehend überein: Die Starkomödie lebt von seinen absurden Episoden, die aber leider nur von einem schwachen Plot lose zusammengehalten werden.

    Für SF Box Office durfte ich in der dieswöchigen Sendung den Beitrag zu “The Men Who Stare At Goats” übernehmen, weshalb ich mein Videoreview an dieser Stelle trotz Andis Besprechung auch noch einbinden möchte. Obwohl ich Andis Meinung teile, kommt der Film in meinem Beitrag besser weg, vielleicht etwas zu gut:

    Das hat seinen Grund: Eine Textkritik kann sich differenziert mit allen Ecken und Kanten eines Films auseinandersetzen, die einzige Grenze ist die schriftsprachliche Ausdrucksfähigkeit des Autors. Ein Videobeitrag dagegen – wie ich lernen musste und am lernen bin – hat seine eigenen Gesetze, Einschränkungen – und Möglichkeiten.

    Grundsätzlich stellt der Verleiher für eine Fernsehkritik zu einem ihrer Kinofilme nur ein sogenanntes EPK (Electronic Press Kit) zur Verfügung. Dieses beinhaltet einige (vom Verleiher) ausgewählte Szenen (bei “The Men Who Stare At Goats” hatte ich fünf zur Auswahl), den Trailer sowie gegebenenfalls ein paar Shots von den Dreharbeiten und Interviewclips.

    Aus diesen gilt es eine flüssige Schnittsequenz zusammenzustellen mit genug Lücken (bestenfalls dialoglose Ausschnitte), um einen Off-Text (im Beitrag vom Speaker vorgetragen) reinsetzen zu können. Dieser Off-Text sollte im Zusammenwirken mit den Bildern das Wesentliche des Films vermitteln, ohne den bereits in den Szenen deutbaren Informationfluss zu verdoppeln.

    Oder anders formuliert: Meine Worte müssen den Geist und den Tonfall des Films treffen, anstatt ihn – wie ich mir das bis anhin gewöhnt war – aus neutraler Distanz argumentativ abzuhandeln. Wenn ich also für “The Men Who Stare At Goats” an Arbeitsmaterial nur die lustigsten Einzelszenen habe, kann ich schlecht einen Halb-Verriss darübertexten.

    Wobei, schlecht ist “The Men Who Stare At Goats” ja nicht. Nur kein überzeugendes Gesamtwerk. Ich muss aber selbst beim hundertsten Mal (und so oft habe ich nach dem konzipieren und schneiden einzelne Szenen wirklich schon geschaut) noch über Clooney, Bridges und Spacey (”…and I see…I see… a tin mug.”) lachen.

    Und hier ist dann auch der grosse Vorteil des Videobeitrags auszumachen: Dem Zuschauer wird der Charakter des Films spür- und hörbar gemacht. Im Idealfall natürlich. Die ganze Box Office Sendung vom Mittwoch (mit Beiträgen zu “Madly In Love”, “Sturm” und “The Hurt Locker”) kann auf dem SF Videoportal online geschaut und/oder abonniert werden.


    Bis zum Abendbrot – Erster Trailer zu “The Twilight Saga: Eclipse”

    Ausblicke, Trailer | 12. März 2010 von Lory Roebuck

    The Twilight Saga: Eclipse

    “I’ll fight for you until your heart stops beating.”

    Summit Entertainment hat den von Fans heiss ersehnten ersten Trailer zum von Fans heiss ersehnten dritten Teil der Emo-Vampirserie “The Twilight Saga: Eclipse” im Internet veröffentlicht. Die Vorschau zeigt, wie Bella nach wie vor mit ihrer Entscheidung zwischen Edward und Jacob hadert. Beide Fancamps dürfen sich also noch Hoffnungen machen!

    Auf Apple.com gibt es diesen Trailer auch in HD-Qualität – Jacobs Muckis schärfer umrissen! – zu sehen. Inszeniert wurde “Eclipse” von Horrorregisseur David Slade (”30 Days of Night”), da es in Teil drei etwas brachialer zu- und hergehen soll. Zu sehen ist davon noch nichts, die Vorschau stellt logischerweise zunächst mal den Schmalz in den Vordergrund.

    Laut dem Trailer passiert in “Eclipse” folgendes: Bella will als Vampirin an der Seite ihres Vampirliebhabers Edward leben, der möchte aber nicht, dass sie ihre Humanität verliert (der sexuelle Subtext sollte inzwischen klar sein). Der Werwolf Jacob will Bella auch und setzt sich ihr und Edward gegenüber als realistischere Alternative in Szene.

    Laut dem Synopsis vom Verleiher passiert in “Eclipse” folgendes: Ein blutrünstiger Vampir sinnt auf Rache und erschüttert Seattle mit einer Reihe rätselhafter Morde. Das wahre Ziel ist Bella. Ihre Wahl zwischen Edward und Jacob könnte derweil den uralten Kampf zwischen Vampiren und Werwölfen neu entfachen.

    Beim Vampir, der es auf Bellas Heil abgesehen hat, handelt es sich natürlich um Victoria, die bereits Film eins und zwei mit ihrer bösen Miene bereichert hat. Weil Victorias Rolle nunmehr viel grösser ist, wurde Darstellerin Rachel Lefevre kurzerhand durch die viel prominentere Bryce Dallas Howard (”Lady in the Water”, “Spider-Man 3″) ersetzt.

    Szenenbild aus "The Twilight Saga: Eclipse"

    Ascot Elite hat unterdessen auch das erste Szenenbild aus dem Film veröffentlicht – und es könnte genausogut ein übriggebliebenes Still aus “Twilight” oder “New Moon” sein: Edward und Bella auf einer Wiese. Das Camp Jacob geht vorerst noch leer aus. Deutschschweizer Kinostart von “The Twilight Saga: Eclipse” ist am 14. Juli 2010.


    Rezension: “Teufelskicker” von Granz Henman

    Neu im Kino, Rezensionen | 11. März 2010 von Andreas Weber

    Die Verfilmung der erfolgreichen deutschen Buch- und Hörspiel-Franchise um ein paar kickende Kinder verliert den Ball beim Dribbling durch die peinlichsten Teeny-Trends.

    Für Moritz (Henry Horn) ist Fussball das Leben. Doch als er in einem Pokalspiel von einem Weltklasse-Tor träumend die spielentscheidende Chance vergeigt, beginnt alles in die Brüche zu gehen. Nach dem Spiel erwischt die Mutter (Diana Amft) den Vater (Benno Fürmann), der zugleich Moritz’ Trainer ist, in einer peinlichen Situation mit dessen Sekretärin. Daraufhin nimmt sie mit ihrem Sohn Reissaus zu Opa Rudi. Um seiner Leidenschaft dennoch nachgehen zu können, gründet Moritz am neuen Wohnort kurzerhand seine eigene Equippe: die Teufelskicker. Allen Schwierigkeiten zum Trotz versucht sich seine neue Mannschaft in einem Turnier durchzusetzen. Doch Moritz’ Glück kann erst vollkommen sein, wenn auch seine Familie wieder vereinigt ist.

    Abseits
    Wenn man durch das Zusammenwerfen von kalkulierten Einzelelementen den Erfolg provozieren könnte, wären Chelsea, Bayern und Madrid immer an der Spitze ihrer Ligen. Und “Teufelskicker” wäre ein guter Film. Stattdessen merkt man ihm an, dass wohl zuviele Trendforscher ihre Finger im Spiel hatten. Von einer erzählenswerten Geschichte blieb dann nur noch wenig übrig. Der Hauptdarsteller Henry Horn stammt aus der Teeny-Rock-Band Apollo 3, ist diesen Umständen entsprechend allerdings eine gar nicht so schlechte Besetzung. Von Beginn weg tief im Abseits steht allerdings der Rest seiner Band: Als Teil der “Rooftop-Gang” sind sie eine Art Bravo-Mode-Turnverein, die das Schulhausgebäude für Parkour-Einlagen missbrauchen. Ständig springen sie, sich überschlagend, durch’s Bild. Ihre Akrobatik bringen sie schliesslich auch in die Spiele der Teufelskicker ein, wodurch diese wie aus den Anime-Serien “Kickers” oder “Captain Tsubasa” importiert wirken. Diese Aktionen sollen wohl besonders spektakulär sein - es ist jedoch ein recht transparenter Zauber, erreicht durch viele Schnitte und Stunt-Doubles.

    Geplänkel im Mittelfeld
    Thematisch wird in “Teufelskicker” recht viel  (dafür umso oberflächlicher) verwurstelt. Nebst dem Pochen auf die Heiligkeit der Familie gibt es etwa das kickende Mädchen, deren Eltern wenig Verständnis für dieses jungenhafte Hobby haben. Rassismus auf dem Pausen- und Fussballplatz werden zwar angesprochen, doch bequemt sich der Film recht bald dazu, diese Spannungen selbst primär durch rassistische Witze zu entladen. Die obligatorischen Zutaten eines Sportfilms dürfen natürlich nicht fehlen: der Teamgeist als höchstes Gut oder das Mitfiebern mit dem Underdog. Die Chemie unter den Kinderschauspielern (ein fast schon zu grosses Wort) funktioniert allerdings so schlecht, dass man sich kaum wundert, dass ein gegnerisches Team zum puren Bösen stilisiert wird. Damit der Zuschauer auch ja weiss, für wen er seine Fahne zu schwingen hat.

    Verlängerung nach 0:0
    Ich kann schlecht für die jüngeren Teenies sprechen – eindeutig das intendierte Zielpublikum – doch die Geduld erwachsener Zuschauer wird durch die allzu abgegriffenen Plotmechanismen von “Teufelskicker” arg strapaziert. Natürlich wird Moritz im Lauf des Tourniers nicht nur auf die Mannschaft seiner Erzfeinde treffen, sondern auch auf sein altes Team unter der Leitung seines Vaters. So nimmt der Ball seine allzu vorhersehbare Bahn. Und doch muss der Film in die Verlängerung gehen: Anstatt nach gnädigen 90 Minuten erfolgt der Abpfiff erst nach ca. 110.

    Infos:
    “Teufelskicker”, Deutschland 2010, 111 Min., R. Granz Henman, D: Henry Horn, Cosima Henman, Dario Flick, Marvin Schlatter, Kaan Aydogdu, Yassine Gourar, Diana Amft, Benno Fürmann, Reiner Schöne, Armin Rohde, Catherine H. Flemming, V: Universal Pictures International Schweiz.

    Im Kino ab: 11.03.2010


    “The Hurt Locker” ab heute wieder im Kino

    Aktuelle Themen | 11. März 2010 von Lory Roebuck

    Szenenbild aus "The Hurt Locker" von Kathryn Bigelow

    Gerade mal 9000 Leute wollten sich in der Schweiz “The Hurt Locker” ansehen, als der Film im August 2009 in unseren Kinos lief. Nach dem sechsfachen Oscargewinn und dem rapide gestiegenen Interesse an Kathryn Bigelows Werk bringt der Schweizer Verleiher Ascot Elite den Kriegsthriller ab heute wieder ins Kino.

    Diese Wiederveröffentlichung wird nur von kurzer Dauer sein – “The Hurt Locker” ist unlängst bereits auf DVD und Blu-Ray erhältlich – und nur eine handvoll ausgewählter Kinos betreffen. Hier eine Liste aller Spielstätten (an einigen Orten erst ab Samstag, konsultiert am besten das lokale Kinoprogramm):

    • Aarberg
      Kino Royal
      D: 17.30
    • Brig-Glis
      Kino Capitol
      D: 20.30
    • Fribourg
      Kino Rex 1
      E: 17.45, 20.40
    • Genf
      Kino Nord-Sud
      E: 20.45
    • Luzern
      Kino Bourbaki 3
      E/d/f: 22.30
    • Olten
      Kino Tiffany
      D: 20.15
    • Signau
      Kino Roxy
      D: 21.15
    • Wil
      Kino Cinewil 3
      D: 16.45
    • Zofingen
      Kino Scala
      D: 20.15
    • Zürich
      Kino RiffRaff 3
      E/d/f: 14.00, 18.45, 23.30

    (D: Deutsche Synchronisation; E: Englischer Originalton; E/d/f: Englisch mit deutschen und französischen Untertitel)

    Produktionsinformationen, Plotdetails, Trailer, Poster und eine Rezension von “The Hurt Locker” (deutscher Titel ist übrigens – furchtbarerweise – “Tödliches Kommando” – falls ihr die DVD sucht) gibt es wie immer (und schon seit August 2009) in unserer Filmdatenbank.


    Rezension: “Jerry Cotton“ von Cyrill Boss und Philipp Steinert

    Neu im Kino, Rezensionen | 10. März 2010 von Nicky Schaefer

    Die Regisseure Cyrill Boss und Phillip Steinert verwandeln „Jerry Cotton“ in ein Klamauk-Gipfeltreffen mit Christian Tramitz als J.C. und Kollege Christian Ullman als dessen trotteliger Partner.

    Jerry Cotton ist auf Zack. Es gibt kein Fall, den er nicht lösen kann, kein Gangster, den er nicht hinter schwedische Gardinen bringen kann. Nun ist ihm aber jemand zuvorgekommen: der sprachlich herausgeforderte Kriminelle Sammy Serrano wurde ohne sein Zutun auf Eis gelegt. Für Jerry Cotton kündigt sich Unheil an – doch nicht genug damit: der trottelige Phil Decker, Sohn eines einflussreichen Politikers, wurde zu seinem Partner gemacht.

    Klamauk
    Das Publikum kann sich deutsche Populärkultur offenbar unterdessen nur noch als klamaukige Persiflage vorstellen – Filme wie „Der Schuh des Manitu“ oder „Der Wixxer“ sprechen da eine deutliche Sprache. Nun wurden die zwei deutschen Klamauk-Ikonen Christian Tramitz („Mord ist mein Geschäft, Liebling“) und Christian Ullmen („Männerherzen“) für eine Neuverfilmung der Jerry-Cotton-Heftreihe verpflichtet. Das ist streckenweise ganz amüsant, und nicht nur in technischer Hinsicht wurde ziemlich viel investiert.

    Altbacken
    Für eine Nebenrolle wurde gar Penélope Cruz’ Schwester Mónica verpflichtet – sie ist selbstverfreilich als feurige Spanierin zu sehen. Hier zeigt sich, wie sehr der Film – allem Klamauk, aller Modernisierung zum Trotz – geistig immer noch in den Fünfzigerjahren angesiedelt ist – Christian Ullmen ist gar mehrere Male als durchgeknallter Japaner zu sehen. Das ist etwa so witzig wie Robin Williams in „Old Dogs“ – nämlich gar nicht. Das alles atmet geradezu den Mief von Amos & Andy.

    TV-Wurzeln
    Mit anderen Worten: “Jerry Cotton” ist eine wirklich altbackene Angelegenheit. Opas Kino lebt eben immer noch – nur ist es nicht mehr so bierernst wie früher die zahlreichen Mabuse- oder Wallace-Verfilmungen. Trotzdem hat keine wirkliche Weiterentwicklung stattgefunden – im Gegenteil. Das deutsche Genrekino hat im Grunde genommen gar keine Tradition mehr, es ist eher ein Wurmfortsatz der deutschen TV-Unterhaltung.

    Infos:
    “Jerry Cotton”, Deutschland 2010, 100 Min., R: Cyrill Boss, Phillip Stennert, D: Christian Tramitz, Christian Ullmen, Mónica Cruz, Christiane Paul, Heino Ferch, Moritz Bleibtreu, V: Pathé Films AG.

    Im Kino ab: 11.03.2010


    Die Gewinner des Oscartippspiels

    Wettbewerb | 10. März 2010 von Lory Roebuck

    Kathryn Bigelow mit Oscar

    Ich habe bei der diesjährigen Oscarverleihung auf meiner persönlichen Tippliste (die ich im Hinblick auf unseren Wettbewerb nicht publizieren wollte) die Gewinner in 18 von 24 Kategorien richtig vorausgeahnt, also genau 75% getroffen. Der Gewinner unseres Tippspiels hat mich aber übertrumpft: Vor Roland Meiers 19 korrekten Vorhersagen ziehe ich meinen Hut!

    Roland Meier gewinnt somit die drei DVDs, die in unserem Oscarwettbewerb für den besten Tipper in Aussicht gestellt wurden: “The Hurt Locker” plus zwei weitere oscarnominierte Filme nach Wahl (Voraussetzung: die DVDs müssen im Schweizer Handel schon im Verkauf sein). Ich bitte Roland also, sich bei mir mit seinen beiden Wünschen zu melden.

    Auch dem zweit- und drittbesten Tipper habe ich je eine DVD von “The Hurt Locker” als Preis versprochen. Diese gehen an Peter Girsberger (17 Treffer) sowie an Felix Bartos und Samuel Meier (je 16 Treffer). Gratulation! Alle DVDs gehen Ende Woche auf die Post (vorher komme ich auf Grund meiner täglichen Pendlerreisen leider nicht dazu, mich darum zu kümmern).


    Das 3D-Kino füllt Säle und Kassen

    Zuschauerzahlen | 10. März 2010 von Lory Roebuck

    Szenenbild aus "Alice in Wonderland"

    Wachablösung an der Spitze der Besuchercharts, doch das 3-D-Kino bleibt top. James Camerons “Avatar” gehörte am vergangenen Wochenende erstmals seit seiner Veröffentlichung im Dezember nicht zu den zwei meistbesuchtesten Kinofilme in der Deutschschweiz. Platz eins und zwei wurden aktuell zwischen den beiden Neustarts “Alice in Wonderland” und “Shutter Island” ausgemacht.

    Obwohl beide Filme viele Kinogänger vor die Leinwand lockten, verzeichnete Tim Burtons neuestes Fantasywerk mit 55′405 Zuschauern doch deutlich mehr Eintritte als Martin Scorseses starker Psychothriller (33′268 Zuschauer). Der 3D-Trend hält also an: Wie der Verleih mitteilte, entfielen 80 Prozent der Einnahmen (bereits über eine Million Franken!) von “Alice in Wonderland” auf die 3D-Vorstellungen des Films.

    “Alice in Wonderland” ist die erste grössere Kinoproduktion in 3D seit “Avatar” und nimmt James Camerons Werk somit nun viele der immer zahlreicheren, aber doch noch begrenzt vorhandenen, 3D-fähigen Kinosäle weg. So überrascht es nicht, dass der Zuschaueraufmarsch bei “Avatar” im Vergleich zur Vorwoche um fast 35 Prozent zurückgegangen ist (17′693 Besucher letzte Woche, nur noch 11′623 diese).

    Unter den Neustarts dieser Woche wird sehr wahrscheinlich die Starkomödie “The Men Who Stare At Goats” das grösste Publikum anlocken (obwohl sich “Alice in Wonderland” kaum bereits von der Spitze verdrängen lassen wird). Empfehlen möchten wir aber lieber den Besuch von Xavier Dolans beeindruckendem Erstling J’ai tué ma mère” sowie Hans-Christian Schmids politischem Drama “Sturm”.

    Hier noch das vergangene Deutschschweizer Kinowochenende im Gesamtüberblick:

    Deutschschweiz Woche 10: Do 4.3.2010 - So 7.3.2010
    Filmtitel Screens Besucher
    1. “Alice in Wonderland” 69 55405
    2. “Shutter Island” 38 33268
    3. “Avatar” 24 11623
    4. “Up In The Air” 29 9509
    5. “Valentine’s Day” 33 8546
    6. “The Book of Eli” 26 8252
    7. “Sherlock Holmes” 28 6748
    8. “Invictus” 17 5474
    9. “It’s Complicated” 26 5315
    10. “The Ghost Writer” 10 4132
    Totale Zuschauerzahl (Top 10) Deutschschweiz: 148′272

    Zahlen: SFV.


    Rezension: “The Men Who Stare At Goats” von Grant Heslov

    Neu im Kino, Rezensionen | 9. März 2010 von Andreas Weber

    Grant Heslovs Regiedebüt handelt von einer Irrfahrt durch die Wüste Iraks und natürlich Männern, die auf Ziegen starren. Wieso, erfährt man in einer schräg-charmanten, wenn auch im Plot schwächelnden Komödie.

    Der Journalist Bob Wilton (Ewan McGregor) möchte seine gescheiterte Ehe im Trubel des Irakkriegs hinter sich lassen. Doch noch bevor er ins Krisengebiet eingelassen wird, lernt er in seinem Hotel den mysteriösen Lyn Cassady (George Clooney) kennen. Dieser behauptet, als Jedi-Krieger auf geheimer Mission zu sein, und Bob schliesst sich ihm interessiert an. Lyn verlässt sich während des Einsatzes stets nur auf seine Intuition und erzählt Bob von der Spezialeinheit der New Earth Army. Begründet wurde diese von Bill Django (Jeff Bridges), einem Berufssoldaten, der in der Hippie-Bewegung die Grundlage für eine parapsychologische, friedliche Kriegsführung fand. Mit reiner Gedankenkraft soll es etwa möglich sein, das Herz einer Ziege zum Stillstand zu bringen.

    Absurdes
    Als Antikriegs-Satire besitzt “The Man Who Stare At Goats” sicherlich nicht die Schärfe eines “Catch-22″ (1970). Doch zumindest auf der Ebene des Humors geht der Erstling von Regisseur Grant Heslov einen ähnlichen Weg: Das Absurde steht im Mittelpunkt. Absurd erscheint zunächst nur schon, wie überzeugt Clooneys Charakter Lyn von seinen Fähigkeiten ist, obwohl sich diese nach aussen kaum manifestieren. Absurd ist dann auch die Irrfahrt von Lyn und Bob durch die Wüste. Lyns Intuition scheint die beiden bloss immer tiefer in Schwierigkeiten, ja Lebensgefahr zu bringen.

    Unterdessen kommt Bob, und mit ihm das Publikum, nicht umhin zu zweifeln, ob Lyn nicht einfach nur ein Spinner ist. Absurd ist nicht zuletzt ja schon die Grundidee der Jedi-Krieger: die friedliche Kriegsführung. Und genau diese wird gefährdet, als einer der begabteren Schüler Bill Djangos, der von Kevin Spacey maximal grimmig gespielte Larry Hooper, illegale Experimente durchführt, um die parapsychologischen Fähigkeiten auch zur aggressiven Kriegsführung nutzbar zu machen.

    Schwacher Plot, charismatische Darsteller
    Die kuriosen Erlebnisse von Bob und Lyn in der Wüste werden regelmässig von Rückblenden zur Gründung und Glanzzeit der Jedi-Spezialeinheit unterbrochen. Leider verzettelt sich der Plot beim beständigen vor- und zurückspringen gehörig. Man fühlt sich ähnlich orientierungslos wie die beiden Protagonisten im endlosen Sandmeer. Nicht weil das Gebotene so komplex wäre, sondern weil ihm eine einheitliche Ausrichtung fehlt. Rettender Anker sind aber immer wieder die in Einzelszenen gut funktionierenden humoristischen Einlagen und die Darsteller.

    McGregor wirkt in der Rolle des skeptischen und doch faszinierten Journalisten zwar etwas unterfordert, doch Clooney kann sich bei der Darstellung seines mysteriösen und doch so gewöhnlich scheinenden Charakters gut in Szene setzen. Jeff Bridges darf die Gelassenheit seines Dudes in “The Big Lebowski”  (1998) mit einer Prise militärischer Strenge würzen und Spaceys Figur hat zwar äusserliche Ähnlichkeiten mit Adolf Hitler, ist aber sicherlich nicht einfach platter Bösewicht sondern vielmehr ein sehr rücksichtsloser und ambitionierter Mensch.

    Fazit
    “The Man Who Stare At Goats” ist ein vergnüglicher kleiner Film, der bei seiner spielerischen Auseinandersetzung mit dem Krieg nicht unbedingt grosse Tiefen zu erreichen sucht, als Satire ist er dadurch natürlich allzu harmlos. Dafür gelingt es ihm, mit charismatischen Darstellern und absurd-komischen Szenen der Schwäche des oftmals zu verzettelten Plots effektiv Gegensteuer zu geben.

    Infos:
    “The Man Who Stare At Goats”, USA/Grossbritannien 2009, 94 Min., R: Grant Heslov, D: Ewan McGregor, George Clooney, Jeff Bridges, Kevin Spacey, V: Ascot Elite.

    Im Kino ab: 11.03.2010


    Eiserne Armee – Neuer Trailer zu “Iron Man 2″

    Ausblicke, Trailer | 9. März 2010 von Lory Roebuck

    Szenenbild aus dem Trailer zu "Iron Man 2"

    “This doesn’t have to be a one man show.”

    Paramount Pictures und Marvel Entertainment haben den vollen Trailer zu “Iron Man 2″ im Internet veröffentlicht. Der Charme des Teaser Trailers weicht hier mehr Storydetails und mehr BOOM! Das grössere Budget des Superheldensequels gegenüber seinem Vorgänger ist in jeder Einstellung sichtbar:

    Ob Teil zwei trotz seinen vielen neuen Filmfiguren überschaubar und locker bleibt? Zu Robert Downey Jr. als Tony Stark/Iron Man und Gwyneth Paltrow als Pepper Potts (und Don Cheadle als Ersatz für Terrence Howard) gesellen sich neu noch Mickey Rourke, Sam Rockwell und Scarlett Johansson als prominente Nebenfiguren dazu.

    Das allseits bekannte Problem von Comicverfilmungen – vor allem in den Sequels – ist es, zu viele Figuren in der Geschichte unterbringen zu wollen. Auch wenn Comicfans ihre Lieblinge unbedingt sehen wollen, darunter leidet schlussendlich die Erzählstärke des Films (vgl. “Spider-Man 3″).

    Der offizielle Kurzinhalt von “Iron Man 2″:

    Nun, da die ganze Welt weiss, dass Milliardär und Erfinder Tony Stark der gepanzerte Superheld Iron Man ist, wird er von Regierung, Presse und der Öffentlichkeit dazu gedrängt, seine Technologie militärischen Zwecken zur Verfügung zu stellen. Stark befürchtet jedoch, sie könnte in die falschen Hände geraten und weigert sich, die Geheimnisse seiner Iron Man-Rüstung zu enthüllen. Mit Pepper Potts (Gwyneth Paltrow) und James “Rhodey” Rhodes (Don Cheadle) an seiner Seite formt Stark neue Bündnisse und tritt fremden, mächtigen Kräften entgegen, die den Frieden und die Stabilität der Welt gefährden.

    Eine Sammlung hochauflösender Screencaps aus dem Trailer gibt es auf /Film zu finden. Deutschschweizer Kinostart von “Iron Man 2″ ist am 29. April.