Neue Abzweigungen
Cineast.ch | 2. März 2010 von Lory Roebuck
Einigen von euch dürfte vielleicht aufgefallen sein, dass letzte Woche etwas weniger Newsartikel als üblich auf cineast.ch aufgeschaltet wurden. Das hat einen simplen Grund: Seit dem vergangenen Montag bin ich als Vollzeitpraktikant bei SF Box Office angestellt, dem Kinomagazin des Schweizer Fernsehens.
Ein Jahr nachdem ich diese Seite ins Netz gestellt habe, hat sich cineast.ch für mich bereits als tolles Sprungbrett in eine nationale Kinoredaktion erwiesen, in der ich mich ab Ende Sommer eventuell selber als vollwertiger Redaktor betätigen kann (als Praktikant erlerne ich jetzt zunächst das Fernsehhandwerk).
Auch wenn mir cineast.ch persönlich bereits als Referenz seinen Dienst erwiesen hat – unter diesen Voraussetzungen habe ich diese Seite, in die ich ein Jahr lang als blosses Hobby täglich mehrere Stunden Arbeit investiert habe, kreiert – werde ich ihren Betrieb jetzt keinesfalls einfach einstellen.
Einige Änderungen – zumindest jetzt am Anfang – sind aber unumgänglich. Bisher sah die Aufgabenverteilung hier so aus: Administration, Redaktionsleitung, Design, News und etwa eine Rezension pro Woche übernahm ich, während ein kleines Autorenteam alle restlichen Kritiken plus einige Retrospektiven beisteuerte.
Nicky Schaefer und Andreas Weber haben cineast.ch schon immer jede Woche mit zwei bis vier Filmbesprechungen versorgt – das werden sie auch weiter und verstärkt tun. Zu ihnen stossen ab jetzt in unregelmässigen Abständen noch zwei bis drei weitere Reviewer, sodass mein “Ausfall” hier kompensiert wird.
Retrospektiven, also Auseinandersetzungen mit älteren Kinowerken, gibt es hin und wieder von Tobias Imbach, Sarah Geser und Hannah Freeman zu lesen. Rezensionen und Retrospektiven erachte ich als die wichtigsten Beiträge von cineast.ch, weil das original content ist – also Inhalte, die es nirgends anders zu lesen gibt.
Umgekehrt weiss ich aber auch, dass unter die vielen Filmkritiken auch ein Fundament an Newsartikeln gehört – viele Leser möchten auf dem aktuellen Stand des Kinogeschehens bleiben. Weil ich diese Aufgabe bislang alleine bewältigt habe, wird hier leider eine Reduktion an Inhalten spürbar werden.
Ganz aussen vor werde ich die Neuigkeiten aber nicht lassen; stattdessen werde ich abdeckungswürdige Themen enger selektieren oder ähnliche Details zu einem Artikel verdichten. Als Alternative bin ich natürlich für Bewerbungen potentieller Newsredaktoren immer offen (per E-Mail, und bitte informell).
Von der Bildfläche verschwinde ich aber nicht. Jeder Beitrag, den ein anderer Redaktor beisteuert, wird von mir persönlich weiterhin durchgesehen und zur Publikation freigegeben. Für diese Tätigkeit bleiben mir aber nur die zwei Stunden Zugfahrt (einmal morgens, einmal abends) jeden Tag zwischen Basel und Zürich.
Sprich: Aktualisierungen finden aber jetzt entweder zwischen 7 und 8 Uhr oder zwischen 18 und 19 Uhr statt, nicht mehr im Verlauf des Nachmittags. Es sei denn (und diesen Wunsch erachte ich jetzt als ziemlich utopisch), es meldet sich jemand bei mir als potentieller Co-Administrator. Kenntnisse: WordPress, Photoshop (o.ä.), HTML und deutsche Grammatik.
cineast.ch bleibt aber auch das Portal, mit dem ich meine Filmleidenschaft in die Welt schreie – statt drei bis fünf Mal pro Tag tue ich das ab jetzt halt nur noch einmal. Umgekehrt wäre es natürlich auch schön, wenn die Leser von cineast.ch Mittwochs um 23:30 Uhr SF1 schauen würden – morgen läuft dann in Box Office u.a. mein allererster TV-Beitrag!






















= Meisterwerk








