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    Danny Boyle dreht Bergsteigerdrama “127 Hours”

    Ausblicke | 5. November 2009 von Lory Roebuck

    Aron Ralston / Danny Boyle (Komposition cineast.ch)

    “Slumdog Millionaire” räumte dieses Jahr an der Oscarverleihung ab und alle fragen sich natürlich, was der britische Filmemacher Danny Boyle als nächstes dreht. Zur Debatte standen neben dem “Trainspotting”-Sequel “Porno” auch ein weiterer Mumbaifilm namens “Maximum City”, die zweite Zombieforstsetzung “28 Months Later”, das Musicalremake “My Fair Lady” und angeblich sogar der neue Bond-Film.

    Festgelegt hat sich Boyle nun allerdings auf ein Bergsteigerdrama mit dem Titel “127 Hours”. Dieses basiert auf den wahren Ereignissen um den amerikanischen Bergsteiger Aron Ralston, dessen rechter Unterarm auf einer Bergtour in Utah im Mai 2003 unter einem Felsbrocken eingeklemmt wurde. Ralston steckte fast fünf Tage lang fest, amputierte schliesslich mit einem stumpfen Messer seinen eigenen Arm und erklamm eine 20 Meter hohe Felswand, bevor ein Helikopter ihn fand.

    Auf Youtube lässt sich eine Aufzeichnung eines Videoberichts einsehen, in dem Ralston selber, am Unfallort zurück, von seinem entsetzlichen Erlebnis erzählt. Ich binde das Video an dieser Stelle ein, damit man sich auch ein Bild davon machen kann, was für ein gewaltiges filmisches Potential für Boyle in diesem Extremvorfall steckt. Aber Achtung: Ralstons Schilderung besser nicht gleich nach dem Essen zuhören!

    Wie Variety berichtet, spannt Boyle für dieses Filmprojekt wieder mit dem Studio Fox Searchlight, bei dem er schon seine vier letzten Filme (neben “Slumdog Millionaire” auch “Sunshine”, “28 Days Later” und “Millions”) gedreht hat, und mit “Slumdog”-Drehbuchautor Simon Beaufoy und “Slumdog”-Produzent Christian Colson zusammen. Die Dreharbeiten beginnen im März, geplanter Kinostart ist Ende 2010.

    Weil das Drehbuch von Simon Beaufoy noch aussteht (Boyle hat ihm jetzt erstmal seinen eigenen Storyentwurf vorgelegt), konnte bislang noch nicht mit dem Casting begonnen werden. Gesucht wird natürlich vor allem ein ausdrucksstarker Hauptdarsteller, der den Film alleine tragen kann, denn Ralston wird in den meisten Filmszenen alleine zu sehen sein. Scheinbar wurde bereits Ryan Goslings (”Lars and the Real Girl”) Name in die Runde geworfen.

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