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    Selbst Michael Bay kritisiert “unechtes 3D”

    Aktuelle Themen, Ausblicke | 25. März 2010 von Lory Roebuck

    Bumblee in "Transformers"

    Mein fortwährendes Lieblingsthema ist natürlich das 3D-Kino. “Avatar” hat, nach grosszügiger Wegbereitung von “Ice Age 3″, das Massenpublikum von der neuen Dimension im Kinosaal überzeugt. Nicht nur Cinephile haben einen Grund, jetzt das Lichtspielhaus dem Heimkino vorzuziehen.

    Im Zuge des alles plattwalzenden Erfolgs von Camerons Sci-Fi-Märchen besteht aber die Gefahr, dass es sich das 3D-Kino mit seinem neuen Publikum gleich wieder verschanzt. Der Grund: “unechte” 3D-Filme, die mit herkömmlichen Kameras gedreht und erst in der Nachbearbeitung auf 3D hochgemotzt wurden.

    Diese kommen bei weitem nicht an die bildliche Fulminanz von echten 3D-Filmen heran – wie aktuell “Alice in Wonderland” beweist. Ein dreidimensionales Bild muss schliesslich schon in der Planung anders gestaltet werden als ein flaches. Zahlreiche Studios pochen jetzt aber darauf, ihre grossen Produktion nur noch in 3D zu veröffentlichen – auch wenn diese bereits im Kasten sind.

    Es will schliesslich jeder von den Mehreinnahmen profitieren, die der gegenwärtige Hype um das 3D-Kino generiert. Das Problem dabei ist: Ein Normalzuschauer wird kaum darüber informiert sein, ob der jeweilige Film ein “echter” oder ein “unechter” 3D-Film ist – und ist sich des Produktionsunterschiedes möglicherweisse gar nicht bewusst.

    Auffallen wird aber allen, dass sich der höhere Eintrittspreis und das zweistündige Tragen einer nicht unbedingt komfortablen Brille nicht immer lohnt – weil einige 3D-Filme vor allem nach “Avatar” bildlich nicht mehr die Erwartungen erfüllen und nur noch als Spielerei wahrgenommen werden: eben die unechten 3D-Filme.

    Sogar Actionregisseur Michael Bay sieht das ein. Paramount Pictures zog laut einem Bericht Anfang Februar ernsthaft in Betracht, den dritten “Transformers”-Film in 3D zu realisieren. Regisseur Bay war der neuen Technologie schon seit langem skeptisch gegenübergestanden, gestand aber ein, dass Camerons Film ihn überzeugt hat.

    Also testete er, wie sein Roboterkracher in 3D aussehen würde – und kam zum ernüchternden Ergebnis, dass das so nicht funktionieren wird. So gefiel ihm das Upscalen von 2D auf 3D überhaupt nicht. Gegenüber Deadline Hollywood meinte er, es würde falsch aussehen, weil die verschiedenen Ebenen zu ersichtlich seien.

    Aber auch von Testaufnahmen mit 3D-Kameras war er nicht begeistert. Diese seien (wie sachkundige Internetuser seit Wochen schon durch verschiedene Foren schrien) mit Bays Stil an ultraschnellen (und sowieso schon unübersichtlichen) Schnitten ganz und gar nicht kompatibel.

    “Transformers 3″ wird auf Grundlage von Bays eigener Entscheidung demnach als “herkömmlicher” Flachbildfilm in die Kinos kommen. Der Actionregisseur resumiert: “Die Leute können über meine Filme sagen, was sie wollen. Technisch sind sie präzise, und wenn sie nicht exzellent sein können, dann will ich das nicht machen. Und das ist meine Wahl.”

    Für die Besetzung von “Transformers 3″ hat Bay übrigens prominente Namen engagieren können: Frances McDormand und John Malkovich! Neben ihnen erhält auch Ken Jeong eine kleine Rolle – er ist uns vor allem als nackter Asiate in “The Hangover” in Erinnerung geblieben und dürfte bei Bay wohl auch nicht über die Rolle eines kulturellen Stereotyps hinauskommen.

    Der voraussichtliche Kinostart von “Transformers 3″ ist am 30. Juni 2011.

    3 Kommentare zu “Selbst Michael Bay kritisiert “unechtes 3D””

    1. [...] Meine Nachfrage, ob man denn auch eine codierte Sendung, DVD oder Blu-Ray-Disc ausgewählt hätte, löste das Rätsel. Wie, dafür brauche es spezielle Programmangebote? Die 3D-Brillen wandeln nicht einfach das stinknormale Fernsehbild und verleihen ihm Räumlichkeit und Tiefe? Und wenn dem schon so sei, wo kriegt man bloss die entsprechenden TV-Kanäle, Sendungen und Filme her? Gute Frage. Nächste Frage. Denn natürlich existieren solche Angebote. Aber sie sind nachwievor recht dünn gesät. Und 3D-Movies fallen zumeist in die Kategorie „Holzkeule“ (die wird dann aber, wir wollen nicht ungerecht sein, drastisch plastisch geschwungen). Man kann sich die Bilder auch vom Computerchip hochrechnen lassen, aber derlei Trickserei kann die Anmutung des Artifiziellen nie ganz abschütteln. [...]

    2. Yalea sagt:

      Dieser Film wurd stark kritisiert aber… schlussendlich haben die Schweizer Transformer als bester Film des Jahres bewertet. Das kann man auf Cineman lesen. Dieser Film hat tausende positive Bewertungen erhalten… Wie kann es sein? Die Zuschauer wählen Transformer als bester Film des Jahres und die “seriöse” Filmkritiker hassen ihn… Merkwürdig finde ich…

    3. mbt athletic shoes Cineast.ch: Der Blog für Filmliebhaber » Blog Archive » Selbst Michael Bay kritisiert “unechtes 3D”

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